Apr
11
2011

Ab an den Grill – und nicht an den Herd

Grillen ist in Deutschland nicht nur ein Hobby vieler Gartenbesitzer, sondern geradezu ein Volksphänomen. Daher verwundert es auch nicht, dass in diesem Jahr die 12. Grill-Weltmeisterschaft in Gronau stattfindet – veranstaltet von der German Barbecue Association e.V.

Aber warum ist Grillen so beliebt? Die Gründe sind vielfältig. Zunächst erfordert Grillen wenig Aufwand – Fleisch und in Alufolie gewickelte Kartoffeln auf das Rost gelegt – schon kann das gefüllte Glas in Empfang genommen und dabei mit Freunden getrunken und geplaudert werden. So wird Grillen oftmals auch zu einem gesellschaftlichen Event.  Insbesondere im Sommer ist es wunderschön, laue Abende im Freien zu verbringen, und wonach dem Partygast auch immer der Appetit steht: Es kann einfach alles auf einen Grill gepackt werden. Und außerdem lassen sich dazu ja noch viele leckere Salate, Brote und Dips reichen. Satt wird hier unter Garantie ein jeder. Und wer immer noch nicht weiß,. Was  anderes als Würstchen er denn wohl offerieren könnte, der kann einen Blick in eines der zahlreichen Kochbüchern mit ausgewiesenen Grillrezepten werfen.

Doch neben dem Spaß berührt das Grillen auch viele Rechtsbereiche: Nachbarrecht, Immissionsschutz- und Eigentumsrecht, sogar das Straf-, Sozial- und Steuerrecht. Um keine Probleme mit Nachbarn und Vermietern zu bekommen, sollte man beim Grillen am besten den größtmöglichen Abstand zum Nachbarhaus einhalten, Qualmentwicklung durch Alufolien gering halten und nicht zu viel Lärm machen. In Städten ist das Grillen auf dem Balkon aufgrund sicherheitstechnischer Vorschriften oftmals grundsätzlich von vornherein verboten, und  auch die Frage, wie oft man im Monat grillen darf, ist rechtlich noch nicht geregelt. Es empfiehlt sich daher, den Grillabend im Voraus anzukündigen – und wenn auch das nicht hilft, die sich beschwerenden Nachbarn einfach auf eine Bratwurst einzuladen.

Zudem übt Grillen Einfluss auf die Umwelt aus. Bei der Verwendung von Holzkohlen entstehen Schwelgase, die ungefiltert in die Luft gelangen. belasten die Umwelt schon bei ihrer Herstellung aufgrund des hohen Energieverbrauchs, und recyceln lassen sie sich auch nicht optimal. Und wer einen Gasgrill hat, der trägt zum Ausstoß von Kohlendioxid bei.

Nichtsdestotrotz. Grillen ist und bleibt beliebt. Ob auf der Terrasse, im Garten oder im Park. Und mit wem auch immer.

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