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2011
Die beliebtesten Rebsorten
Wir Deutschen sind – gesamtgesellschaftlich gesehen – sicherlich ebenso sehr Weintrinker wie Biertrinker, auch wenn es viele gibt, die nur das eine oder das andere mögen. Beim Wein ist im Gegensatz zum Bier kein besonderer Patriotismus festzustellen; wir haben sowohl zu ausländischen Rebsorten als auch zu Anbaugebieten in anderen Ländern eine ähnliche Affinität wie zu den eigenen. Die Tendenz geht zu harmonischen, süffigen, eher fruchtigen Sorten.
Unter deutschen Weinen ist die beliebteste Rebsorte der Riesling. Er wird hierzulande am meisten angebaut und überzeugt durch frisches, elegantes Aroma. Aus ihm wird auch der meiste deutsche Sekt hergestellt. Bei den in unseren Breiten nicht so häufigen Rotweinen steht neben dem blauen Spätburgunder vor allem eine Neuzüchtung an erster Stelle: der früh reifende, gehaltvolle, fruchtige Dornfelder, den es in einer eher fruchtigen und einer gerbstoffreicheren Barrique-Variante gibt. Er stellt den Löwenanteil des deutschen Rotweins im Weinregal.
Andere weiße Rebsorten, die zunehmend angebaut werden, sind Chardonnay, Grauburgunder und Sauvignon Blanc; im Bereich der Rotweine erfreuen sich die gefälligen Sorten Merlot und Cabernet Sauvignon anhaltender Beliebtheit – meist süffige, harmonische Weine. Diese Sorten gehören auch bei den ausländischen Weinen zu den populärsten; der edle, fruchtige Syrah (Shiraz) ist hier zusätzlich auf dem Vormarsch; vor allem französische, aber auch australische, südamerikanische, afrikanische und kalifornische Winzer dominieren den Markt. Außerdem findet der nicht immer ganz so gefällige, aber interessante, rassige spanische Tempranillo – vor allem aus dem Rioja – bei uns großen Anklang. Gardanega (Soave) und Corvina Veronese und Rondinella (Bardolino) dominieren den italienischen Weinexport nach Deutschland.

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